Ein Redebeitrag von Marco, Daniel und Carsten, 129a Gefangene aus Magdeburg zur Demo am 25.10.2003

In Anbetracht des Verfahrens wegen angeblicher Mitgliedschaft bzw. Rädelsführerschaft in einer terroristischen Vereinigung, wollen wir mit diesem Beitrag die Frage aufwerfen, was denn Terrorismus ist, wer wie darüber entscheidet und warum.

Was ist Terrorismus???

Ist ein Konzern wie Daimler-Chrysler terroristisch? Ein Konzern, durch dessen Geschichte sich durchgehend eine Blutspur zieht. Ein Konzern, der sich an Diktaturen und Kriegen gesund-gestoszen hat, und dies bis heute tut. Ein Konzern der über Leichen geht, solange nur die Umsatzzahlen stimmen. Dazu ein Blick in die Geschichte von Daimler(-Chrysler).

Schon 1932 unterstützte der Konzern die NSDAP und bedachte die Faschisten mit reichlich finanziellen Mitteln, was diese dem Konzern nach ihrer Machtübernahme dankten.

Die Daimler-Benz AG begann folgerichtig ihren rasanten Aufstieg zu einem der größten Rüstungskonzerne während des Faschismus, 1933-45. Die Kriegsproduktion und die Beschäftigtenzahl erhöhten sich während dieser Zeit kontinuierlich. Diese enorme Ausdehnung der Produktionskapazitäten wurden durch die physische und psychische Ausbeutung von ZwangsarbeiterInnen, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen sichergestellt. Insgesamt wurden auf Veranlassen des Konzern etwa 70.000 dieser für die faschistische Okkupations-, Vertreibungs- und Vernichtungspolitik geschunden, drangsaliert und nicht selten ermordet. Der Konzern setzte nicht nur die Rüstungsmasznahmen der NS-Eliten durch, sondern sorgten auch für eine betriebliche Durchsetzung nazistischer Rassenhierachie. Beispielsweise waren sowjetische Kriegsgefangene schlechter gestellt als andere Gefangenengruppen. Auch setzte Daimler-Benz von Anfang an strengste disziplinarische Sanktionen und körperliche Züchtigung durch.

Nach 1945 setzte der Konzern seinen Weg zu einem der gröszten und mächtigsten Industriegiganten der Welt fort. Eins der wichtigsten Standbeine für Daimler-Benz blieb weiterhin die Rüstungsproduktion. Die Produktion in Ländern mit mehr als fragwürdiger Menschenrechtslage und der Verkauf von Rüstungsgütern an diese, beweist, dasz der Konzern weiterhin über Leichen geht, um die Umsätze zu steigern. Ein weiteres Beispiel in der Geschichte des Konzerns für seine menschenverachtende Unternehmenspolitik ist Argentinien während der Militärdiktatur.

Als das Militär dort 1976 putschte, ergriff Daimler-Benz die Gunst der Stunde und entledigte sich der unbequemen ArbeiterInnen und GewerkschafterInnen. Die dortige Unternehmensleitung gab Namenslisten an die Militärs und diese übernahm die Drecksarbeit und ließ die sogenannten "subversiven" ArbeiterInnen "verschwinden". Daimler hatte keinerlei Probleme mit dem Regime zusammenzuarbeiten, das während der Diktatur über 30.000 Menschen ermordete. Ganz im Gegenteil, mit den Militärs lieszen sich ja prima Geschäfte machen, sie waren in Argentinien die gröszten und wichtigsten Kunden. Auch waren die der Garant für eine reibungslose Produktion, ohne lästige Arbeitskämpfe.

Nach der ersten Welle der Repression, der gesamte unabhängige Betriebsrat des Daimler-Benz-Werkes in Buenos Aires war bereits "verschwunden", stellte der Betriebskommissar Ruben Lavallen, Kommandeur in einem berüchtigten Folterzentrum, als Chef des Werkschutzes ein. Unter den ArbeiterInnen machte sich ein Klima von Einschüchterung und Kontrolle breit, ganz im Sinne der Unternehmensleitung. So begrüszte Daimler-Benz die Diktatur ausdrücklich und lobte die "Fortschritte in der Ordnung der Arbeitsverhältnisse" im Geschäftsbericht 1976.

Die Vorgehensweise von Daimler-Benz während der Diktatur in Argentinien ist kein weiterer bedauernswerter Ausrutscher der mittlerweile 7. gröszten Rüstungskonzern der Welt. Diese Unternehmenspolitik, die die eigenen Profitinteressen über alles stellt, ist vielmehr das Erfolgskonzept von Daimler(_Chrysler). So hat der Konzern und seine Tochterunternehmen nicht nur überall auf der Welt Werke und sichert sich Profite durch die Überausbeutung von ArbeiterInnen und auf Kosten der natur in Ländern ohne Arbeitsschutz, Mindestlöhne, Umweltauflagen usw., auch liefert Daimler-Chrysler bis heute Rüstungsgüter an kriegsführende Länder, autoritäre Regime und Diktaturen. Panzer mit Motoren der Daimler-Chrysler Tochter MTU kommen rund um den Globus zum Einsatz. Und Motoren und Militär-LKWs und -PKWs sind bei weitem nicht die einzigen Rüstungsprodukte aus dem Hause Daimler-Chrysler. Der Konzern und seine Töchter ist unter anderem beteiligt an der Produktion von Kriegsschiffen, U-Booten, Mörsern, Panzerfäusten, Raketensystemen, Landminen, Panzerhaubitzen, Kampfhubschraubern und -flugzeugen usw. Daimler-Chrysler trägt durch die Produktion von Rüstungsgütern und deren Verkauf eine Mitverantwortung für Kriege und millionenfachen Tod weltweit.

Ist ein Konzern wie Daimler-Chrysler terroristisch? Oder sind die Genossen militanter Gruppen, die mit Aktionen Daimler-Chrysler materiell schädigen um den Konzern zur Verantwortung zu ziehen terroristisch? Ist ein System terroristisch, das auf Ausbeutung und Unterdrückung basiert, das die Mehrheit der menschen auf dieser Welt in Hunger hält, das Verantwortlich ist für Elend und Kriege weltweit, oser sind es die Menschen, die sich gegen diese zur Wehr setzen, die ihre Lage nicht einfach akzeptieren, sondern Widerstand leisten???

Wie dieser Staat zu dieser Frage steht ist klar. Er ist Interessenvertreter und Vollstrecker der Groszkonzerne, wie Daimler-Chrysler. Seine Aufgabe ist die Durchsetzung der Interessen dieser Konzerne, die Optimierung ihrer Verwertungsbedingungen und die Absicherung des kapitalistischen Systems. Terroristen sind für Staatsapparat und seine Justiz diejenigen, die den wirtschaftlichen, politischen und militärischen Interessen zu wider laufen (könnten). Terroristen sind diejenigen, die sich kapitalistischen Interessen nicht unterwerfen (wollen). So wundert es nicht, dasz der "Terrorparagraph" 129a fast ausschlieszlich gegen linke Oppositionelle zum Einsatz kommt und auf den Terrorlisten der EU und USA gerade soziale, linke Organisationen aufgeführt werden, wie die türkische DHKP-C, die kurdische PKK bzw. KADEK, die palästinensische PFLP, die kolumbianische FARC, die philippinische CPP, zahlreiche baskische Organisationen usw.

Die BRD kann bei dem Kampf gegen die antikapitalistische Bewegung auf eine lange Erfahrung zurückgreifen. 1956 wird die KPD verboten und ihre Mitglieder verfolgt, es folgen die Notstandsgesetze und der Radikalenerlasz. 1972 beschlieszt die Innenministerkonferenz die Aufstellung der Killtruppe GSG 9 und 1976 die Schaffung des Gesinnungsparagraphen 129a. Um nur einige markante Eckpunkte zu nennen. Auch Verbote von Gruppen ausländischer Genossinnen und deren Verfolgung , sowie die Amtshilfe und geheimdienstliche Zusammenarbeit mit Diktaturen und autoritären Regimen und Folterstaaten haben in der BRD eine lange Tradition. Seit Jahren sitzen beispielsweise türkische und kurdische GenossInnen in deutschen Knästen.

Der 11.9. beschleunigte dann noch einmal die Entwicklung der kontinuierlichen Einschnitte in BürgerInnenrechte durch ständige Gesetzesverschärfungen und den Ausbau der Repressionsinstrumente. Auch die ohnehin schon intensive Zusammenarbeit der Geheimdienste kapitalistischer Staaten verstärkte sich. Ein Ausdruck dieser Entwicklung sind unter anderem die schon erwähnten sogenannten Terrorlisten der EU und USA, und in der BRD eine noch schärfere Überwachung von Flüchtlingen und MigrantInnen, sowie die Schaffung des Paragraphen 129b. Der 129b erleichtert dem Repressionsapparat die Überwachung und Kriminalisierung ausländischer Organisationen, und die Verfolgung ihrer Mitglieder und UnterstützerInnen in der BRD.

Doch die Frage, was Terrorismus ist, ist eine moralische Frage und wird nicht in irgendwelchen Gerichtssälen beantwortet. Die Gesetze sind die Gesetze der Herrschenden und dienen der Durchsetzung ihrer Interessen. Wir sprechen dem Repressionsapparat dieses Staates das Recht ab, darüber zu entscheiden, was Terrorismus ist. Die BRD führt Kriege, schiebt Menschen in Folter, Hunger und Tod ab, sichert weltweit ein System mit ab, das auf Ausbeutung und Unterdrückung basiert, arbeitet mit autoritären Regimen und Diktaturen zusammen und unterstützt die Verfolgung deren GegnerInnen.

Der Kampf für eine herrschaftsfreie und klassenlose Gesellschaft schafft sich seine eigenen moralischen Gesetze. In diesem Sinne ...

Freiheit für alle politischen und sozialen Gefangenen!!!
Solidarität mit dem Todesfasten-Widerstand in den türkischen Knästen!!!
Für eine Gesellschaft ohne Knäste, für den libertären Kommunismus!!!

Gefangene aus dem revolutionären Widerstand


Redebeitrag von Carsten

Die beste Verteidigung ist oft die Offensive. Für eine linksradikale Organisierung.

Ich habe lange überlegt, was in diesem Redebeitrag rein sollte und bin doch bei all meinen Überlegungen auf einen zentralen Punkt gestoßen. Und zwar folgender: Wenn es wirklich darum geht, die Verhältnisse zu
verändern, werden wir nicht an einer Organisierung vorbeikommen. Wenn wir uns anschauen, was um uns herum passiert, dass der Sozialabbau ungeahnte Dimensionen annimmt, dass auch die sogenannten humanitären
Friedenseinsätze weiter mit Bomben geführt werden, die Neonazis weiterhin Menschen ermorden, die nicht in ihr menschenverachtendes Weltbild passen, die Abschiebung von Flüchtlingen zur Normalität gehört, die Ausbeutung der Dritten Welt ungestört weiter betrieben wird, und der Sicherheitswahn in diesem Land sich immer weiter den Zukunftsvisionen von Orwell annähert, müssen wir doch erkennen, dass es nur wenig nützt, sich dem einzeln entgegenzustellen. Die meisten unserer Bemühungen verpuffen, weil sie in keinem größeren und längerfristigen Projekt eingebunden sind. Um wieder wahrnehmbar zu sein und gesellschaftliche Diskussionen mit linksradikalen Positionen zu beeinflussen, müssen wir gemeinsam auftreten. Das heißt nicht, dass wir uns auf eine Einheitsmeinung festlegen sollen, sondern vielmehr, dass wir uns vernetzen müssen und unsere vorhandenen Gemeinsamkeiten als Grundlage für einen gemeinsamen Entwicklungsprozess nehmen müssen. Nur durch kontinuierliche Diskussionen in einem vernetzten Rahmen können wir es schaffen, unsere Positionen anzugleichen und eine gemeinsame Strategie entwickeln.

In der Vergangenheit gab es mehrere Ansätze, um eine Organisierung anzustreben, so zum Beispiel von der Antifa M oder von felS. Wir müssen schauen, was bei diesen Ansätzen falsch gelaufen ist, aber auch was funktioniert hat und was wir übernehmen können. Dazu empfiehlt es sich, bei allem, was es daran zu kritisieren gibt, sich noch mal näher mit der Geschichte, den Fehlern aber auch den Erfolgen der AA/BO zu beschäftigen, die eine der erfolgsversprechendsten Organisierungen im autonomem Spektrum war.

Wir müssen die Frage der Organisierung wieder auf unsere Tagesordnung setzten, denn nur dadurch kann es uns gelingen, wieder langfristige gemeinsame Perspektiven zu erarbeiten. Auch wenn wir uns nicht gerade in einem Zustand der Stärke befinden, ist die Erarbeitung einer linksradikalen Organisierung der richtige Schritt, um aus unserer Isolation auszubrechen und wieder zu einer sozialen Bewegung zu werden. Sicherlich ist das jetzt alles ganz schön kurz, aber ein Redebeitrag ist auch nicht dazu geeignet, einen Diskussionsbeitrag darzustellen. Es soll vielmehr ein Anstoß sein, und vielleicht wird es ja demnächst wieder Texte geben, die sich mit der Problematik der Organisierung auseinandersetzen.

Zum Schluss möchte ich mich den Worten der Antifa Bad Homburg anschließen: "Letztlich geht es ja um nicht weniger als den Anspruch, die Welt zu verändern. Darunter ist schließlich nichts, darüber hingegen alles."

Eine linksradikale Organisierung vorantreiben! No justice, no peace!


Brief von Daniel
Ein Gefangener des Magdeburger 129a-Verfahrens zu seiner Zellenverlegung...

Am 03. Oktober wurde mir gegen 13.00 Uhr mitgeteilt, daß ich verlegt werde und doch bitte meine Sachen zusammenpacken soll. Den Grund dafür konnte mir anfangs niemand mitteilen aber auf Nachfrage eines Stationsbeamten erfuhr ich zwanzig Minuten später, daß es an meinem vermeintlichen Mittäter Carsten lege, der wie man wohl gerade festgestellt hat, im selben Haus der JVA Berlin-Moabit untergebracht ist wie ich. Um eine "Tätertrennung" zu gewährleisten, mußte ich nun die Station verlassen und wurde in einer Zelle in der vierten Etage eines Seitenflügels untergebracht. Daß Carsten im selben Haus untergebracht war wie ich, war der Anstaltsleitung seit zwei Monaten bekannt und stellte nie ein Problem für einen von uns dar.

Da wir Beide an keinerlei Freizeit-, Sport- oder Bildungsaktivitäten teilnehmen dürfen, 23 Stunden täglich unter Einschluß stehen und Carsten auf einer anderen Etage untergebracht ist, war die "Tätertrennung" dennoch gewährleistet. Meine Zelle ist estrem klein und ich hier keine sozialen Kontakte. Ich wurde aus meinem sozialen Umfeld herausgerissen, da sich alle sozialen Kontakte auf der Station abspielten, die ich seit zehn Monaten "bewohnte". Ich legte bei der Teilanstaltsleitung Widerspruch gegen meine Verlegung ein und stellte Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Beamten / die Beamtin, dem / der ich die Anordnung meiner Verlegung zu verdanken habe.

In einem Schreiben vom 08.10. wurde mir von der Teilanstaltsleitung am 09.10.2003 mitgeteilt: "Sie wurden sehalb von ihrer Station G bzw. H1 auf die Station F4 verlegt, weil Sie am Anfang des Monats Oktober 2003 ständig und hartnäckig Kontakt aus Ihrem Fenster zu Ihrem Tatgenossen aufgenommen hatten, der auf dem Hof 1 seinen Aufenthalt im Freien verbrachte. Seitens des Gerichts wurde bei Ihnen angeordnet, daß Sie von Ihren sich ebenfalls hier in der Haftanstalt befindlichen Tatgenossen strikt zu trennen sind. ... Ich sehe daher keine Veranlassung, im Wege der Dienstaufsicht gegen den Bediensteten tätig zu werden."

Die Aussage der versuchten ständigen und hartnäckigen Kontaktaufnahme ist stikt falsch und erlogen, außerdem widerspricht sie der anfangs geäußerten Begründung meiner Verlegung. Dieser absurden Begründung steht zudem entgegen, daß ich mir offiziell mit Carsten (wie marco) schreiben darf und heute sogar im Rahmen der Prozeßvorbereitung eine richterlich genehmigte Zusammenkunft mit Beiden und unseren Anwälten in den Räumen der JVA stattfand, über die die Anstalt informiert war. Außerdem werden wir während des Prozeßes von unserem Recht auf Aussageverweigerung gebrauch machen und benötigen daher keine Kontaktaufnahme vom Fenster zum Hof.

All das führte ich auch in einem neuen Schreiben an die Teilanstaltsleitung auf, in dem ich erneut eine Rückverlegung auf meine alte Station fordere und weiterhin auf die Dienstaufsichtsbeschwerde beharre.

Dies ist nicht die erste Schikane die mir hier auferlegt wurde. Schon mit meiner Ankunft überraschte mich die JVA Berlin-Moabit mit einem übertriebenen Sicherheitspaket, das weder richterlich angeordnet noch notwendig war. Erst nach massiven Beschwerden wurde nach Wochen davon abgesehen und mir der Status eines normalen Untersuchungsgefangenen zugestanden. Weitere Schikanen folgten. So wurden BesucherInnen trotz richterlichen Besuchsscheinen und vereinbarten Terminen von der JVA abgewiesen oder auch Besuche mit einer Dauer von 60 Minuten nach 30 Minuten unbegründet abgebrochen. Auch mir zugesendete Aufkleber wurden aufgrund vom politischen Statements ("antifaschistisch") nicht ausgehändigt. Erst nach Monaten des Streits erfolgte die Aushändigung.

Solche und andere Schikanen erleiden aber nicht nur politische, sondern auch regelmäßig soziale Gefangene. Die macht, die von den oft anonym agierenden Personen innerhalb der Strukturen der JVA's ausgeht, scheint unantastbar zu sein und sorgt für Ohnmacht bei vielen Gefangenen im Bezug auf aktiven und passiven Widerstand. In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf den Text von Thomas Meyer-Falk "Selbstmord im Gefängnis? Weshalb mußte B. sterben?" verweisen!

Daß meine Verlegung ausgerechnet am 03. Oktober 2003 (einem "Feiertag", an dem hier nur Minimalbesetzung des Personals herrscht) erfolgte, ist gewiß kein Zufall und trägt auch symbolischen Charakter. Kurz vor unserer Verlegung nach Halle und dem anstehenden Prozeßbeginn, scheint meine neue, extrem kleine Zelle und die Unterbindung meiner sozialen Kontakte ausschließlich dem Aufbau psychischen Drucks zu dienen.

Auch die breit angelegte Medienkampagne in Sachsen-Anhalt, die von der BAW initiiert wurde und seit einigen Wochen beständig Ängste innerhalb der Bevölkerung schürt und auf die vermeintlichen "bösen Terroristen" verweist, dient nur dem Aufbau öffentlichen Drucks und der öffentlichen Meinungsmache.

Allen UnterstützerInnen sollte in unser aller Interesse daran gelegen sein, über die wahren Beweggründe der BAW, dieser Hetzkampagne aufzuklären. Und argumentativ dagegen anzugehen.

Die BAW ist dabei ihr Gesicht zu verlieren, da ihr Anklagekonstrukt am Zusammenfallen ist. Die Wahrheit läßt sich nicht vertuschen und wir uns nicht kriminalisieren! Wir sind keine Terroristen und werden uns nicht zur Existenzsicherung innerstaatlicher Polizeibehörden auf der Suche nach dem neuen Feind mißbrauchen lassen!

Freiheit für alle politischen und sozialen Gefangenen!
Kein Knast steht ewig!

Daniel

Berlin-Moabit, den 10.10.2003